Das Projekt Naturgartenwerkstatt startet im Mai 2026 und ist das erste Projekt in Heidelberg, das im Kontext der BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) in Kooperation mit Schulen und dem NABU praxisnah auf konkreten Flächen vor Ort umgesetzt wird. Durch dieses dauerhaft angelegte Projekt möchten wir die ökologische Vielfalt in Heidelberg erhöhen und die kommenden Generationen befähigen, wirkungsvollen Naturschutz umzusetzen. Wir freuen uns sehr, Ihnen im Folgenden einen Überblick über das Projekt zu geben.
Wir Menschen haben nahezu den gesamten Planeten geprägt. Zwar ist Natur überall, aber kaum noch unbeeinflusst. Dabei sind gerade unsere Städte wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig stehen wir vor der Aufgabe, unsere Städte an die Folgen des Klimawandels anzupassen, in einer Zeit, die viel Ungewissheit mit sich bringt. Wie können wir mit dem Wissen von heute so handeln, dass auch morgen noch genug für alle da ist? Wie können wir künftige Generationen das Werkzeug an die Hand geben, das für eine nachhaltige Entwicklung benötigt wird?
Schüler*innen in Heidelberg haben im Rahmen dieses Projekts die Möglichkeit, Naturräume vor ihrer Haustüre selbst mitzugestalten. Dabei lernen Sie nicht nur Arten kennen, sondern erlernen Kompetenzen, die für ein zukunftsfähiges Handeln von maßgeblicher Relevanz sind. Das Projekt trägt dazu bei, BNE konkret und praxisnah umzusetzen. Konkrete Ziele des Projekts Naturgartenwerkstatt: Durch Trittsteinbiotope (siehe unten) vernetzen wir Lebensräume in der Stadt. Durch die Praxisnähe und das “selbst mit anpacken” werden ökologische Zusammenhänge verständlich und somit bekommen die Schüler*innen mehr Vertrauen in lösungsorientiertes, gestalterisches Denken und Handeln. Lehrer*innen und Schüler*innen werden zu Multiplikator*innen für zukunftsfähige Ansätze. Dabei wollen wir bewusst an manchen Stellen Stadtwildnis Raum geben. So kann die Natur ihr eigenes, stabiles Gleichgewicht finden, ganz im Sinne der Devise: “Weniger ist mehr. ” ZIELSETZUNG „Genug für alle, für immer”
Die Kinder lernen zunächst die relevante Fläche kennen. Es findet ein Monitoring statt, bei welchem die Kinder Pflanzen und Tierarten kartieren, die auf dieser Fläche vorzufinden sind. Im weiteren Verlauf werden immer wieder Pflanzen und Tiere kartiert. Hierfür nutzen wir die APP iNaturalist. Die Kinder werden Flächen begutachten, auf denen bereits Maßnahmen umgesetzt wurden (Best-Practice Beispiele) und werden anschließend einen ersten Entwurf erstellen, welche Maßnahmen auf der relevanten Fläche sinnvollerweise umgesetzt werden. Danach planen die Schüler*innen die Umsetzung der Maßnahmen, die dauerhafte Pflege und setzen das Monitoring fort.
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