
Am 31.1.2026 hatte der Stadtteilverein Schlierbach e.V. zu einem Neujahrsempfang in die Schlierbachhalle eingeladen. Zu diesem Anlass konnten sich Schlierbacher Vereine und Initiativen, Ehrenamtliche und Professionelle mit ihren Aktivitäten dem interessierten Publikum präsentieren.
Das ließen sich die Schlierbacher Krötenretter:innen nicht nehmen und präsentierten sich mit Plakaten, Handzetteln und Flyern. Patricia Wildegans-Nalder, selbst Schlierbacherin,
und Mechthild Gescher nutzten die Gelegenheit, in einem Interview auf die Wichtigkeit der Krötenhilfe hinzuweisen und um weitere Mitstreiter:innen zu werben.
Und tatsächlich erklärte sich so manche:r Schlierbacher:in bereit, bei der nächsten Saison auch mit dabei zu sein, einige werden auf jeden Fall zum angekündigten Workshop zum Thema Amphibienrettung kommen, der im NABU-Naturschutzzentrum am 7. Februar 2026 stattfindet.
Alles in allem war die Veranstaltung für die NABU- und Amphibiensache sehr erfolgreich. Bürgermeisterin Frau Martina Pfister kam eigens noch zum NABU-Stand und zeigte sich
beeindruckt von dem Engagement der Krötenretter:innen. Sie will sich dafür einsetzen, dass die Arbeit in der Kulturkarte, so der Arbeitstitel eines geplanten Ehrenamtsnetzwerkes eine besondere
Stellung erhält.
In den netten Gesprächen, die nach dem „offiziellen“ Teil stattfanden, hörten Patricia und Mechthild so einige nette Anekdoten aus dem Schlierbacher Leben, die auch teilweise mit den Krötenwanderungen zu tun hatten.

Eine soll hier exemplarisch zum Besten gegeben werden: Der Schlierbacher Rüdiger Wenzel (Foto) hat in seinem Garten (natürlich Hanglage) drei untereinander liegende Teiche, davon ist der oberste ein Koi-Teich. Auch dieser Teich wird zum Laichplatz von Kröten. Jedes Jahr nach dem Schlüpfen der Kaulquappen schöpft Rüdiger die gesamte Kinderschar in die anderen beiden Teiche, damit sie nicht den Koi zum Opfer fallen.
In einem Frühling hatte er einen Eisvogel im Garten und war glücklich über diese Ansiedlung – aber was soll man sagen. Irgendwann war der Eisvogel und mit ihm der Kaulquappenbestand aus den
Teichen verschwunden. Da war der Jammer groß.
Aber Herr Wenzel war trotzdem froh, dass der Eisvogel wahrscheinlich seine Brut gut großbringen konnte.
Rüdiger Wenzel ist übrigens Mitglied im Förderkreis Zoo und hält dort gelegentlich Naturvorträge.
Letzte Aktualisierung: 03.02.2026 (MP)