Ein neues Gewässer für Wechselkröten

Der NABU Heidelberg begleitete 2012 ein Projekt im Steinbruch Leferenz

Wechselkrötengewässer Dossenheim (NABU Heidelberg)
Wechselkrötengewässer Steinbruch Leferenz (Dossenheim)

Anfang Dezember 2011 wurde im Rahmen des Amphibienschutzprogramms „Impulse für die Vielfalt der EnBW" (Energie Baden-Württemberg) und der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg) im Steinbruch Leferenz in Dossenheim ein künstliches Gewässer für die Wechselkröte (Bufo viridis) angelegt.

In den vergangenen Jahren hatte die Wechselkrötenpopulation im Steinbruch nur sehr wenige Fortpflanzungserfolge zu verzeichnen, da das Hauptlaichgewässer zu schnell Wasser verlor. Dies lag zum Teil am undichten Untergrund, den hohen Verdunstungsraten im Steinbruch und der fortschreitenden Sukzession.

Bei dem neuen Gewässer handelt es sich um einen Folienteich, der mit Sand und Kieselsteinen ausgelegt ist sowie zahlreiche Steine als Versteckmöglichkeiten für Amphibien enthält.

Das Gewässer wurde 2012 schnell von den Wechselkröten erschlossen und als Laichgewässer erfolgreich genutzt.

Die Wechselkröte als wichtige Pionierart

Wechselkröte. Foto: Sandra Panienka
Wechselkröte. Foto: Sandra Panienka

Bei der Wechselkröte handelt es sich um eine Pionierart, die trockene Standorte, wie Steinbrüche und Kiesgruben, als Sekundärlebensraum nutzt und neue Laichgewässer schnell erschließt.


Die Kröten sind etwas kleiner als unsere Erdkröten. Zu erkennen sind die Tiere an ihrem grünen Tarnfleckenmuster auf weißem oder gräulichen Grund und dem in warmen Frühjahrsnächten erklingenden Trillern, das dem einer Maulwurfsgrille ähnelt.


Neben der Wechselkröte fühlen sich auch Bergmolch, Fadenmolch, Erdkröte und Gelbbauchunke im neuen Gewässer wohl.

Bitte gehen Sie verantwortungsvoll bei Ihrem Besuch vor

Besucher bitten wir darauf zu achten, dass alle unsere einheimischen Amphibien unter Naturschutz stehen.

  • Die Wechselkröte ist eine streng geschützte Art, die auf der Roten Liste Deutschlands derzeit als gefährdet eingestuft ist.
  • Das Fangen und Verbringen der Tiere ist verboten. Weiterhin sollten keine Fische oder Terrarientiere im Steinbruch ausgesetzt werden. Hunde sollten an die Leine genommen werden, um die Tiere im Steinbruch nicht zu stören.


Wir danken auf diesem Wege der Gemeinde Dossenheim, der LUBW und der EnBW sowie allen Ehrenamtlichen, die dieses Gewässer möglich gemacht haben.

Mehr Informationen über das damalige Projekt zum Downloaden:

Sommerresidenz für Wechselkröten
2012-04-25-morgenweb-Sommerresidenz-fuer
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