Schutz für den Waldboden im Mühltal

Freiwillige halfen Forstleuten beim Windfang-Bau

Cornelia Wiethaler, NABU HD, und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain
Forstleute und Freiwillige im Einsatz. Mit dabei: Cornelia Wiethaler, NABU HD, und Klimabürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Mitte). Bild: Philipp Rothe.

Presseinformation der Stadt Heidelberg vom 14.02.2022

Bei einer gemeinsamen Aktion zum Schutz des Waldbodens im Buchenbestand des Handschuhsheimer Mühltals haben städtische Forstleute und über 30 freiwillige Helferinnen und Helfer am Samstag, 12. Februar 2022, gemeinsam angepackt.

 

Von Hand haben sie Ast- und Kronenmaterial zusammengetragen, welches durch die Holzernte in den Nachbarbeständen angefallen war. Das Material ist an verschiedenen Stellen zwischen den Buchen als Windfang aufgehäuft worden. Auf diese Weise kann sich dort wieder mehr Humus sammeln, dies verbessert die Wuchsbedingungen im Wald.

 

Zu der dreistündigen Naturschutz-Aktion hatte die Stadt Heidelberg zusammen mit den Ortsgruppen der Naturschutzverbände BUND und NABU eingeladen.

Pflegearbeiten für einen klimastabilen, vitalen Wald

Der Windfang-Bau ist Teil der Waldpflegearbeiten im Mühltal. Ziel ist der Erhalt eines klimastabilen, vitalen Waldes, der Schutz der biologischen Vielfalt und die Sicherheit der Waldbesucherinnen und -besucher.

Die Wälder im Mühltal werden an vielen Stellen immer dichter und die umliegenden Wiesen wachsen zu. Durch den geringen Lichteinfall ist die Artenvielfalt bedroht – darunter schützenswerte Amphibien wie Grasfrosch und Feuersalamander sowie seltene Pflanzen wie der Königsfarn. Gleichzeitig macht sich der Klimawandel im Waldbestand deutlich bemerkbar – viele Bäume sind anfällig für Krankheiten. Zudem gilt es, beschädigte, umsturzgefährdete Bäume zu entnehmen.

 

Die Stadt Heidelberg hat die Pflegearbeiten mit Augenmaß geplant. Die Heidelberger Umweltverbände begrüßen die Maßnahme ausdrücklich. Ausführliche Infos gibt es auf der städtischen Internetseite unter www.heidelberg.de/mühltal.

Enger Austausch mit Umwelt- und Interessengruppen

Nach Kritik aus der Bevölkerung finden die Waldarbeiten im engen Austausch mit den Umwelt- und Interessengruppen (darunter NABU, BUND, HBS, Greenpeace, Landesnaturschutzverband, Jägervereinigung, Bürgerinitiative „Rettet das Mühltal“) sowie den Bürgerinnen und Bürgern statt. Bei einer Infoveranstaltung im September 2021 erläuterten die städtischen Forstexperten rund 130 Interessierten Sinn und Zweck der Pflegearbeiten.

 

Nach einem Kompromiss zwischen Forstabteilung und Bürgerinitiative bezüglich der Dimension der Eingriffe starteten die Arbeiten im November 2021. Insbesondere auf den buchengeprägten Flächen hat die Stadt nach den Protesten auf einen Teil der Waldpflegemaßnahmen verzichtet.

 

Text und Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung der Stadt Heidelberg.

Siehe auch Presseinformation hier.

 

Und eine Beschreibung des Projekts Durchforstungsmaßnahmen im Mühltal findet sich auf den Seiten des Arbeitskreises Umweltpolitik.

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 16.02.2022 (MP)

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