Feldhamster in der Rhein-Neckar-Region

Das Feldhamsterprojekt 2013

In der Rhein-Neckar-Region lebt die letzte Feldhamsterpopulation Baden-Württembergs. Klar, dass sich der NABU für den Schutz des Feldhamsters einsetzt. Gemeinsam mit dem NABU Mannheim unterstützt der NABU Heidelberg das „Feldhamsterprojekt 2013“ finanziell, durch Kartierung von Hamstervorkommen und Information.

Überzeugter Einzelgänger mit ausgeprägter Sammelleidenschaft, pfiffigen Überlebensstrategien, beeindruckendem Kampfgeist und dazu noch ein äußerst drolliges Aussehen. Hinter dieser Beschreibung verbirgt sich ein Tier, das früher weit verbreitet auf Deutschlands Äckern zu finden war: der Feldhamster.

Die bis zu 30 Zentimeter großen und 500 Gramm schweren Nagetiere leben im Boden in einem komplexen Bausystem mit mehreren Kammern und Röhren. Bei seinen Erdarbeiten kann ein Feldhamster bis zu 300 Kilogramm Erde bewegen. Auf seinem Speiseplan stehen neben Grünzeug aller Art auch Getreide, Kartoffeln, Erbsen, Rüben und auch kleine Tiere wie Regenwürmer oder Schnecken verschmäht der Wühler nicht. Im späten Sommer beginnt die „Hamsterzeit“: Über zwei Kilogramm schafft ein erwachsener Feldhamster an Wintervorräten in seinen Bau. Diese Menge braucht er auch, denn ab Oktober bis Mitte März ist Winterschlaf angesagt.

Heute ist der Feldhamster, der sich durch die auffällige braun-weiß-schwarze Färbung deutlich von seinem aus Syrien stammendem Verwandten, dem Goldhamster, unterscheidet, stark bedroht – in vielen Regionen sogar fast ausgestorben. Zum einen wurde er lange Zeit von den Landwirten als Schädling heftig bekämpft, zum anderen fällt sein Lebensraum immer mehr der Zersiedlung und heutigen Art der landwirtschaftlichen Bearbeitung zum Opfer.

Daher funktioniert der beste Hamsterschutz nicht ohne die Landwirte, auf deren Flächen der Hamster leben können muss. Deshalb lief im Jahr 2013 ein Projekt, in dem Landwirte in unserer Region für eine hamsterfreundliche Bewirtschaftung ihrer Felder gewonnen und dem Feldhamster so sein benötigter Lebensraum zurückgegeben werden sollte. Und dies war ein aufwändiges Unterfangen, das bei der Ansprache und Information der Landwirte begann und bei der Unterzeichung entsprechender Verträge endete.




Letzte Aktualisierung: 24.01.2015 (MP)

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