Erschöpfung und Glück in den Berchtesgadener Alpen

Von Bernhard Sandkühler

Interesse an „auswärtiger“ Botanik? Alles möglich im Arbeitskreis Botanik! Ich selbst konnte da nur einmal mit, aber die Kunde geht von wunderschönen NABU-Touren ins Kaisergebirge, ins Verwall oder in die Berchtesgadener Alpen. Nur von der letzten kann ich ein Lied singen!

Per Bahn, Bus und Boot (!) ging es von Heidelberg bis über den Königssee und dann direkt steil ins Gebirge. Wir wussten zwar von 1000 Höhenmetern – aber nicht, wie die sich bei Regen, Nebel und ziemlicher Erschöpfung anfühlen. Auch nicht, wie voll, nass und kühl eine Berghütte sein kann (tags darauf war eitel Sonnenschein).

Mohrenfalter und Martin. Foto: B. Sandkühler
Mohrenfalter und Martin. Foto: B. Sandkühler

Dennoch war es ein tolles Abenteuer und Naturerlebnis: Murmeltiere aus nächster Nähe, Stillstehen in einem Schmetterlingsschwarm (das Bild von dem Mohrenfalter auf Martins Nase wird nie gelöscht!!!), dutzende von „Spanischen Flaggen“ oder „russischen Bären“ (Callimorpha quadripunctaria) am Wasserdost (Eupatorium cannábinum), unglaubliche Mengen von winzigen Fischen im Funtensee, dem „Kältepol Deutschlands“, beeindruckende Wasserfälle, Aus- und Anblicke vom Gipfel hinab und zum Gipfel hinauf, Steinernes Meer mit Nebel und Sonnenschein, Edelweiss, die verschiedenen Arten von Enzian nicht nur im Buch, sondern leibhaftig vor der Nase und Linse, echter Augentrost, schwarze Alpensalamander, das seltene Alpen-Leinkraut (Linaria alpina), große Felder von Alpen-Ampfer (wo früher das Vieh lagerte!) – und dann die Hüttenabende voller Erschöpfung, Glück und tiefer Eindrücke.

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 13.10.2015 (MP)

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