Die ehemalige Hausmülldeponie Feilheck

Exkursion mit Viktor Gretz, Volker Violet und Franz Auer

Text: Franz Paul Forsthofer und Claudia Zieboll
Fotos: Claudia Zieboll

Hufeisenklee
Hufeisenklee

Die ehemalige Hausmülldeponie Feilheck zwischen Sandhausen und Schwetzingen war am 27. April und am 4. Mai 2017 Ziel der beiden Arbeitskreise Botanik.

 

Seit August 2016 grasen hier gemütliche Galloway-Rinder und die seltenen Provence-Esel. Die Vierbeiner halten den etwa 16 Hektar großen Müllhügel, der dem angrenzenden Landschaftsschutzgebiet „Sandhausener Düne“ eingegliedert wurde, von Verbuschung frei.


Die Herbana GmbH Bruchsal hat die Tiere zur Verfügung gestellt und managt auch die Beweidung. Betreut werden die vier Esel und zwölf Färsen von dem Biologen und Landschaftsplaner Viktor Gretz. Zuvor weideten hier Hengste vom  Landschaftspflegehof Stürz Darmstadt, der das Projekt auch heute noch beratend unterstützt.

 

Zwischen 2005 und 2008 wurde die Deponie zum Schutz des Grundwassers  mit einer aufwendigen Oberflächenabdichtung saniert. Zur Rekultivierung wurde auf die Folienabdeckung eine ein bis fünf Meter dicke Erd- und Sandschicht aufgebracht und mit unterschiedlichen Rasenarten sowie Sträuchern und Bäumen bepflanzt.

Berg-Sandglöckchen
Berg-Sandglöckchen

Auf dem abgeflachten Gipfel gedeiht inzwischen ein buntes Sandbiotop mit z. B. Silbergras (Corynephorus canescens), Natternkopf (Echium vulgare), Berg-Sandglöckchen (Jasione montana), Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) und Kartäusernelke (Dianthus carthusianorum).

Kartäusernelke
Kartäusernelke

Während Rinder die Sandflächen meiden, weiden Esel dort gern. Früher dezimierten hier Ziegen erfolgreich den invasiven Neophyten Spätblühende Traubenkirsche (Prunus serotina), heute halten die großen Provence-Esel die Robinie (Robinia pseudoacacia) erfolgreich zurück.

 

Der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica), ein weiterer Neophyt, der sich invasiv entlang des Neckars ausbreitet, wird im jungen Stadium von den Rindern gern gefressen.

Silbergras
Silbergras

Eine Bedrohung für die Artenvielfalt stellt allerdings weiterhin der Neophyt Geißraute (Galega officinalis) dar, in dessen Nachbarschaft sich auch die stickstoffliebende Große Brennnessel (Urtica dioica) wohl fühlt. Der Rhizome bildende Schmetterlingsblütler wird von Eseln nur wenig verbissen und von Rindern vollständig gemieden.

Sehr schön leuchtete bei unserem Besuch das gelb blühende Barbarakraut (Barbarea vulgaris), das sich ebenfalls schnell ausgebreitet hat. Es wird von den Tieren zwar nicht gefressen, verdrängt jedoch kaum andere Pflanzen.

 

 

 

 

 

 

Seit 2013 ist auf dem Areal außerdem die größte Solaranlage der Stadtwerke Heidelberg zu finden.

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 30.05.2017 (MP)

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