Günter Künsting
Pilzcoach (DGfM) seit 2019
Pilzsachverständiger (DGfM) seit 2020
E-Mail: mail(at)gkuensting.de; Festnetz: 06221/161238; mobil: 0171-7075312
Zu vereinbaren, vermutlich 1x monatlich am Dienstag. Bitte anfragen. unter der Kontaktdaten oben.
Bleiben Sie informiert!!
Tragen Sie sich jetzt für den Newsletter ein und werden Sie über Seminare, Exkursionen und alles, was sich im AK Pilze abspielt, informiert.
Pilze haben noch immer kaum eine Lobby. Wenn Pflanzen- und Insektenfreunde um Magerbiotope kämpfen, profitieren davon auch bedrohte Pilzarten. Schöner wäre es aber, diese von Anfang an mit einzubeziehen, Pilze finden nach wie vor wenig Aufmerksamkeit..
Flächenhafte Rodungen zerstören Jahrhunderte alte Mykorrhiza-Beziehungen, die auch eine Wiederaufforstung sehr lange nicht wieder herstellen kann. Schon gar
nicht, wenn die exotische Douglasie die Probleme mit dem Hochgebirgsbaum Fichte lösen soll. Das kann für viele Pilzarten die Ausrottung bedeuten. Unter den fehlenden oder wenig vitalen
Mykorrhiza-Beziehungen leiden dann nicht nur die Bäume und Pilze, ein ganzes komplexes Ökosystem hängt daran.
Noch schlimmer sieht es auf den Wiesen aus. Viele Pilze sind ausgesprochene Magerwiesen-Spezialisten. Die artenreiche Gattung der wunderschönen Saftlinge z.B. ist in ihrer Gesamtheit bedroht.
Die mit dem NABU befreundete DGfM (Deutsche Gesellschaft für Mykologie) betreibt eine Kampagne gegen die besonders pilzfeindliche Gülledüngung. Wir könnten einen Beitrag leisten, dieser mehr Öffentlichkeit zu geben.
Mit den aktiven Mitstreitern dieses Arbeitskreises möchte ich gefährdete Standorte besuchen und dort nach bedrohten Arten schauen. Beispiel: Bei einer Exkursion des AK Botanik fanden wir auf der Hirschwiese den seltenen Pfifferlings-Saftling. Experten-Unterstützung durch den MAK ist dabei übrigens immer willkommen.
Mit Leuten, die das besser können als ich, könnten wir gemeinsam Pressearbeit leisten und Kontakte zur Lokalpolitik knüpfen.
Die Ziele meiner NABU-Arbeit liegen vorrangig beim Naturschutz. Mit meinen Exkursionen und dem Seminar möchte ich Anfänger für die Welt der Pilze begeistern. Nur was man kennt und liebt, kann man erfolgreich schützen. Und wenn die Liebe durch den Magen geht, ist das (meist) auch OK.
.
Um Missverständnisse zu vermeiden:
Der NABU-Arbeitskreis versteht sich in keiner Weise als Konkurrenz zum Mykologischen Arbeitskreis Rhein-Neckar. Im Gegenteil, als Mitglied von NABU und MAK ist mein Ziel eine fruchtbare Zusammenarbeit.
Günter Künsting
Seit 1991 unternehmen wir in unregelmäßigen Abständen (wetterabhängige) Pilzexkursionen in HD und Umgebung (Einladung über Mailingliste).
Sammeln von Speisepilzen
Sachgemäßes Sammeln von Speisepilzen gehört dazu, es schadet den Pilzen wenig und ist daher vertretbar. Es steht aber nicht im Mittelpunkt der Exkursionen.
Tipps fürs Sammeln und die Zubereitung von Pilzen finden Sie auf dieser NABU-Webseite:
Im Jahr 2023 wurde ich wegen eines Fortgeschrittenen-Seminars angesprochen, halte das aber nicht mehr für eine gute Idee. Interessierte, die fachlich tiefer in die Materie einsteigen wollen, sind beim Myko-Workshop des MAK (MAK: Mykologischer Arbeitskreis Rhein-Neckar) bestens aufgehoben. Nähere Infos im Web oder bei mir – ich bin auch MAK-Mitglied.
Das Anfängerseminar - wie 2024 - verbinde ich mit der Hoffnung, bei noch mehr Leuten Pilzbegeisterung zu wecken und vielleicht einige für die aktive NABU-Arbeit zu gewinnen. Auch die Exkursionen haben das selbe Ziel.
So zeigen uns dieser Austern-Seitling und Samtfußrübling (beide essbar), dass es geht. Günter Künsting fand diese beiden Winterpilze zur Weihnachtszeit am Philosophenweg, nebeneinander auf einem Bumstamm.
"Erstaunt war ich schon. Zwei Pilzarten am gleichen Stamm gibt es oft, aber da sind die Territorien sonst streng abgegrenzt. Pilze sind Meister der Chemie, im Kampf um Ressourcen wird meist ein erbitterter chemischer Krieg geführt.“
Ist das also ein kleines Weihnachtswunder? „Eher nicht, um so eng gemeinsam fruchten zu können, müssen sie schon das ganze Jahr gut miteinander ausgekommen sein.“
Aufgrund des Erfolges im Frühling 2024 wird das Pilzseminar wahrscheinlich im Winter 2025 wiederholt.
Mögliche Themen:
Teil 1: Biologie der Pilze
Was sind Pilze und was nicht
Ökologie
Wirtschaftliche Bedeutung
Teil 2: Einstieg ins Pilzesammeln
Grundlagen
Artenkenntnis
Teil 3: 3 Sexualität der Pilze
Links: Österreichischer Prachtbecherling (Sarcoscypha austriaca) Ende Februar im Hardtwald. Essbar, sollte aber wegen seiner Seltenheit geschont werden.
Man weiß zwar schon lange, dass Schleimpilze keine Pilze sind. Da sich aber sonst kaum einer um diese faszinierende Lebensform kümmert, bleibt sie quasi von den Mykologen "adoptiert". Eine tolle Doku zu den "Myxos" gibt es bei Youtube: Als wären sie nicht von dieser Welt:
Letzte Aktualisierung: 04.08.2025 (MP)