Der Penta-Park wird geputzt!

Eine Aktion gegen das bewusste Verlottern-Lassen einer Grünfläche

Die Aktion ist abgeschlossen.

Lesen Sie dennoch die Argumente der Veranstalter unten!

Penta-Park-Initiative, Arbeitskreis Nachverdichtung im Bürgernetz Heidelberg, NABU und BUND Heidelberg laden ein zum etwas anderen Frühjahrsputz:

Am Mittwoch, 25. März ab 14:00 Uhr

Außerdem:

  • Informationen zum geplanten Hotelneubau
  • Unterschriftensammlung gegen dieses Projekt

Warum putzen wir den Park, wenn er doch bald bebaut werden soll?

Der Penta-Park in den 80er Jahren. Foto: Monica Braig.
Der Penta-Park in den 80er Jahren. Foto: Monica Braig.

Den Penta‐Park hat die Stadt Heidelberg in den letzten Jahren bewusst verlottern lassen, um den Verkauf der Grünfläche an den Heidelberger Immobilienentwickler Roland Ernst vorzubereiten, der dort ein weiteres Hotel bauen will. Für den Park soll Roland Ernst gerade mal 3 Mio. Euro bezahlen. Ein wahres Schnäppchen für das Neckarufergrundstück.

9.000 Euro ließ sich die Stadt bisher die Pflege des Parks jährlich kosten. Weniger als bei vergleichbaren anderen Grünflächen in Heidelberg.

Gleichzeitig nimmt die Stadt Heidelberg für die unter dem Park liegende Tiefgarage (Erbpachtnehmer ebenfalls Roland Ernst)  jährlich 25.000 Euro Erbpacht ein. Ein gutes Geschäft für die Stadt Heidelberg.

 

Der herunter gekommene Park ist für die bisherigen Befürworter des Bauprojekts im Gemeinderat eines der Hauptargumente, warum man ihn teilweise bebauen will.

Denn die Restfläche des Parks würde dann aufgewertet werden. Das ist scheinheilig.

  • Mit der Putzaktion setzen wir ein weiteres Zeichen, den Park komplett für die Öffentlichkeit zu erhalten!

Der Gemeinderat der Stadt Heidelberg wird voraussichtlich im Frühsommer 2015 über den Hotelneubau abschließend entscheiden. Die Mehrheiten für das Projekt im Heidelberger Gemeinderat sind knapp.


Das Zünglein an der Waage ist die SPD-Gemeinderatsfraktion. Sie ist derzeit noch gespalten. Gerade aber die SPD müsste in ihrer Gesamtheit gegen die Privatisierung öffentlichen Grund und Bodens eintreten und für den Erhalt öffentlicher Grünflächen kämpfen - besonders im westlichen Bergheim, das dicht bebaut und durch den motorisierten Verkehr hochbelastet ist und wo jede Grünfläche benötigt wird. Dort wohnen viele Menschen, die sich wegen der günstigen Mietpreise nur dort eine Wohnung leisten können. Eine Bevölkerungsgruppe also, die der SPD besonders am Herzen liegen sollte.

Die Unterzeichner des Widerspruchs gegen den „Vorhabenbezogenen Bebauungsplan Marriott-Hotel“ stellen fest:

Der Penta-Park muss vollständig erhalten bleiben, weil

  • er die wohnortnahen Lebensbedingungen verbessert
  • Bergheim West schon jetzt an einem Freiflächenmangel leidet
  • der Penta‐Park als Fläche am Fluss ein großes Potential als Naherholungsfläche hat
  • die vorhandenen großen Bäume eine wichtige Ausgleichsfunktion zu den verkehrsbedingten Schadstoffen haben
  • er eine wichtige Luftschneise ist, die den Neckarwind ins dicht bebaute Bergheim bringt
  • auch Bergheimer Kinder wohnortnahe Naturerfahrungsräume und Bewegungsflächen brauchen
  • Gründe des Naturschutzes gegen die Teilbebauung des Parkes sprechen
  • es einen politischen Vertrauensschutz gibt
  • in allen Stadtentwicklungsplänen der letzten 20 Jahre der Penta‐Park als ein fester Bestandteil des westlichen Bergheims festgeschrieben wurde
  • es aus gutem Grund bisher kein Baurecht im bestehenden Bebauungsplan gibt
  • die damaligen politischen Entscheidungsträger ein Baurecht auf dieser Fläche nicht wollten
  • der Hotelneubau die Verkehrssituation in der Vangerowstraße insbesondere für den Radverkehr erheblich verschlechtern würde
  • es laut strategischem Hotelleitbild aus 2008 keinen zusätzlichen Bedarf für die geplanten Hotelbetten gibt
  • das Allgemeinwohl höher zu bewerten ist als das wirtschaftliche Interesse eines Bauinvestoren
  • öffentlicher Raum nicht privatisiert werden darf, weder im Penta-Park noch anderswo

Wir fordern den Gemeinderat der Stadt Heidelberg auf, aus den genannten Gründen den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan abzulehnen!

 

 

 

 

 

 

Letzte Aktualisierung: 25.03.2015 (MP)

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