Feldhamsterprojekt

Feldhamsterprojekt

Der Feldhamster - vom Aussterben bedroht

Überzeugter Einzelgänger mit ausgeprägter Sammelleidenschaft, pfiffigen Überlebensstrategien, beeindruckendem Kampfgeist und dazu noch ein äußerst drolliges Aussehen. Hinter dieser Beschreibung verbirgt sich ein Tier, das früher weit verbreitet auf Deutschlands Äckern zu finden war: der Feldhamster. Die bis zu 30 Zentimeter großen und 500 Gramm schweren Nagetiere leben im Boden in einem komplexen Bausystem mit mehreren Kammern und Röhren. Bei seinen Erdarbeiten kann ein Feldhamster bis zu 300 Kilogramm Erde bewegen. Auf seinem Speiseplan stehen neben Grünzeug aller Art auch Getreide, Kartoffeln, Erbsen, Rüben und auch kleine Tiere wie Regenwürmer oder Schnecken verschmäht der Wühler nicht. Im späten Sommer beginnt die „Hamsterzeit“: Über 2 Kilogramm schafft ein erwachsener Feldhamster an Wintervorräten in seinen Bau. Diese Menge braucht er auch, denn ab Oktober bis Mitte März ist Winterschlaf angesagt.

Heute ist der Feldhamster, der sich durch die auffällige braun-weiß-schwarze Färbung deutlich von seinem aus Syrien stammendem Verwandten, dem Goldhamster, unterscheidet, stark bedroht – in vielen Regionen sogar fast ausgestorben. Zum einen wurde er lange Zeit von den Landwirten als Schädling heftig bekämpft, zum anderen fällt sein Lebensraum immer mehr der Zersiedlung und heutigen Art der landwirtschaftlichen Bearbeitung zum Opfer.

In der Rhein-Neckar-Region lebt die letzte Feldhamsterpopulation Baden-Württembergs. Klar, dass sich der NABU für den Schutz des Feldhamsters einsetzt. Dazu gehören Mithilfe bei der Kartierung von Hamstervorkommen oder die Information der Öffentlichkeit. Doch der beste Hamsterschutz funktioniert nicht ohne die Landwirte, auf deren Flächen der Hamster leben können muss. Deshalb läuft zurzeit ein Projekt, in dem Landwirte in unserer Region für eine hamsterfreundliche Bewirtschaftung ihrer Felder gewonnen und dem Feldhamster so sein benötigter Lebensraum zurückgegeben werden soll. Und dies ist ein aufwändiges Unterfangen, das bei der Ansprache und Information der Landwirte beginnt und bei der Unterzeichung entsprechender Verträge endet. Gemeinsam mit dem NABU Mannheim unterstützen wir diese Arbeit finanziell – wobei wir auch Ihre Hilfe gebrauchen können. Durch Ihre Spende helfen Sie, den Feldhamster als einen Bewohner unserer Region vor dem Aussterben zu schützen.