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31.10.2009 von NABU Gruppe Heidelberg
Die L 600 endlich zurückbauen!
Der Rückbau war damals Rahmen der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der B 535 festgelegt worden.
Der Rückbau war im Rahmen der ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der B 535 festgelegt worden. Dieser Rückbau wird aber inzwischen durch Ansprüche der Nachbargemeinden gefährdet. So will Sandhausen ein neues Gewerbegebiet über die L 600 erschließen. Dies hatte bereits zu Anfragen im Heidelberger Gemeinderat und zu einem Tagesordnungspunkt im Gemeinderat geführt, den B90/Die Grünen, die GAL, Die Heidelberger, die FWV und die Bunte Linke/Die Linke eingebracht haben.
Von Kirchheim aus sollte bei der Exkursion über den St. Ilgener Weg das Nachbardorf St. Ilgen erreicht werden. Doch an der stark befahrenen L 600 endet der Weg abrupt und zwingt zu Umwegen. „Eine Unterführung wie bei den Hangäcker-Höfen unter der Eisenbahn oder der L 598 zum Kirchheimer Hof würde das Naherholungsgebiet für die Kirchheimer ohne Gefahr und Umwege erschließen“, so Violet. Dann müsse die belebte Straßenkreuzung beim Umspannwerk nicht mehr großräumig umgangen werden.
Es folgt ein landwirtschaftlicher Bereich mit vielfältigen Kulturen. Ein breiter Randstreifen ist hier im Rahmen der Pflege von Streuobstwiesen neu angelegt und mit Apfelbäumen bepflanzt. Dann stößt man auf den Bereich der L 600, für den eine Rückbauverpflichtung besteht. Der Rückbau wird nicht nur ein geschlossenes Gebiet für die Naherholung schaffen, sondern auch Lebensräume für Kleinsäugetiere zusammenführen - etwa für den vom Aussterben bedrohten Feldhamster.
Der idyllisch in der Leimbach-Aue gelegene Mühlenkomplex der Kirchheimer Mühle mit seinen roten Ziegeldächern, die uralte Brücke des St.Ilgener Wegs beim Landgraben laden Spaziergänger zum Verweilen ein. Die zahlreichen Wasserpflanzen weisen auf eine gute Wasserqualität hin. „Eine Renaturierung des Leimbaches würde seinen Wert als Biotop erheblich erhöhen“, so der NABU-Experte. Allerdings müsse er hierzu unterhalb der ehemaligen Mühle für einige hundert Meter aus seinem engen Korsett hoher Dämme befreit werden. Nicht nur ein hochwertiges Biotop, auch ein schönes Naherholungsziel für die Bewohnerinnen und Bewohner der südlichen Heidelberger Stadtteile wäre damit perfekt.


