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Aufgaben des NABU

Aufgaben des NABU

Baustopp für ein paar Lurchis? (von C. Zieboll, Juli 2010)

  1. "Wegen ein paar lächerlicher Kröten komplettes Bauverbot statt Schaffung von Arbeitsplätzen?"
  2. "Wegen Hamstern oder Lurchis Baustopp und kostenspielige Umsiedelungsmaßnahmen?"
  3. "Wegen seltener Pflanzen Rückbau einer viel befahrenen Straße?"
Großes Ochsenauge und Widderchen auf Acker-Witwenblume (Foto: Claudia Zieboll) Wer so denkt, erkennt noch immer nicht, dass große, zusammenhängende Biotope (griech.: Raum zum Leben) für Mensch und Tier in gleichem Maße überlebenswichtig sind. Wo Tiere untergehen, wird es immer auch den Menschen treffen, da alle Lebewesen unseres Planeten dieselben Grundbedürfnisse haben: Saubere Luft und sauberes Wasser, gesunder Boden für gesunde Nahrung und unberührte Natur, um Rückzugsmöglichkeit und Ruhe zu finden.

Die Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren stellt ein ökologisches Gleichgewicht dar, und ist daher seit Urzeiten in der Lage, natürliche Veränderungen selbständig zu regulieren. Wo Schädlinge überhand nehmen, werden diese durch natürliche Zunahme ihrer Feinde reduziert. Ohne diesem intelligenten Ablauf die nötige Zeit einzuräumen, greift der Mensch auf massive Weise in das intakte Ökosystem ein. Störungen des Naturhaushalts durch Pestizide, chemische Düngemittel, Asphaltdschungel, Betonwüsten und Monokulturen führen seit langem schon zu Bedrohung und Aussterben vieler Arten, was zwangsläufig neue Probleme nach sich zieht. Zunehmende Hochwasserkatastrophen und das Absterben vieler Gewässer zeugen von unsensiblem Eingreifen durch Menschenhand in funktionierende Naturabläufe. Parallel dazu breiten sich „hausgemachte“ Zivilisationskrankheiten aus, u.a. durch Umweltgifte in Luft, Wasser und Nahrung, durch Lärmbelastung, Elektrosmog...

Echter Frauenspiegel (Foto: Claudia Zieboll)Der NABU setzt sich nicht für das Überleben des einen oder anderen Tierchens ein, er sieht seine Aufgabe darin, das Gesamtgefüge der Lebensgemeinschaft von Tier, Pflanze und Mensch zu bewahren. Deshalb engagiert sich der NABU seit über 100 Jahren gegen Gedankenlosigkeit und Profitgier, um schleichender Zerstörung unserer ökologischen Grundlagen entgegenzuwirken.

Noch ist es nicht zu spät: Wo zum Beispiel Landwirte Ackerrandstreifen der Natur zurückgeben, keimen bald in Vergessenheit geratene Blumen, wie Kornrade, Mohn, Kornblumen, Echter Frauenspiegel..., kehren Bienen, Schmetterlinge, Feldlerche und viele andere Tiere zurück.
Bitte unterstützen Sie den NABU durch Ihre Mitgliedschaft, Anregung, Spende und/oder Mitarbeit, um lebenswerten Raum für Mensch, Lurchi & Co zu schützen und neu zu schaffen.
Mitglieder können an allen Vorträgen und Exkursionen, die der NABU anbietet, kostenlos teilnehmen.